Das Wintersemester 2016/2017 verbrachte ich an der Universidad de Valladolid im Norden Spaniens. Meine dort gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen werde ich im Folgenden schildern, um zukünftige Teilnehmer des Erasmus+-Programms bei ihrer Auswahl zu unterstützen und um ihnen Informationen über den dortigen Aufenthalt bereitzustellen.

Vorbereitung

Nachdem meine Bewerbung um einen Erasmus-Aufenthalt in Valladolid von dem International Office der FH Potsdam bestätigt wurde, musste ich mich zusätzlich bei der Universidad de Valladolid (UVA) „bewerben“. Diese Bewerbung an der Partnerhochschule beinhaltete allerdings nur eine Registrierung auf deren Homepage für Austauschstudenten, somit war dieser Schritt einfach und schnell erledigt. Schon eine Woche nach meiner Registrierung an der UVA erhielt ich eine E-Mail der Partneruniversität über einen Orientation Day zu Beginn des Semesters.

Auf der Homepage der UVA hatte ich eine eigene Personal Area, bei der mein aktueller Stand und die noch benötigten Unterlagen dargelegt wurden. Dies waren neben der Applicationform, die ich in meiner Personal Area fand, einer Kopie meines Personalausweises, einem Nachweis für die Sprachkenntnisse (in meinem Fall das Abiturzeugnis) und einem Passbild außerdem das Learning Agreement (LA). Das LA diente zur Übersicht der Kurse, die ich in Spanien anstatt der Kurse in Potsdam absolvieren wollte. Um vorab das LA abzuschließen, kontaktierte ich das International Office der FH Potsdam sowie meine dort zuständige Professorin, wobei ich zuvorkommend und schnell unterstützt wurde. Die Orientierung auf der Homepage der UVA fiel mir besonders schwer und ich brauchte relativ lange, um die Kursangebote des Wintersemesters zu finden. Das LA musste sowohl von meiner Professorin in Potsdam, als auch von meinem betreuenden Professor der UVA, der mir zugeteilt wurde, unterschrieben werden. Leider verlief die Kommunikation mit meinem Professor der UVA nicht sehr gut und ich musste ihm mehrere E-Mails schreiben. Am Ende konnte ich das Dokument schließlich rechtzeitig einreichen. Zudem musste ich für die FH Potsdam ein Grant Agreement abgeben, bei dem es um den Förderzeitraum, Persönliche Daten (wie z.B. Bankverbindung) und Versicherungen ging. Insgesamt muss ich über die vorher einzureichenden Unterlagen sagen, dass ich ohne die Hilfe des International Offices der FH Potsdam reichlich überfordert wäre und ich sehr dankbar für deren Unterstützung war.

Auch die Suche nach einer Unterkunft war einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte. Bei der Registrierung an der UVA konnte ich mir Hilfe für die Wohnungssuche in Valladolid holen. Zusätzlich trat ich jedoch auch einer Facebook-Gruppe bei, in der die Erasmus-Studenten Valladolids Anregungen zur Freizeitgestaltung, zum Wohnen, Reisen, etc. bekommen. Von der UVA erhielt ich zeitnah im Juni eine E-Mail mit dem Angebot einer Wohnung, welches ich vorerst annahm. Kurze Zeit später erhielt ich jedoch via Facebook ein weiteres ansprechenderes Angebot. Zuerst skeptisch und nach einem Skype-Telefonat mit der damaligen Bewohnerin sagte ich dem Vermieter schließlich zu.

Ankunft

Von Berlin aus kann man kostengünstig mit RyanAir oder Iberia nach Madrid fliegen. Von dort aus fährt ein Bus (ALSA, ca. 15€), der innerhalb von 2,5 – 3 Stunden direkt vom Flughafen zum Busbahnhof nach Valladolid fährt. Alternativ kann man vom Flughafen in Madrid mit dem ÖPNV zum Bahnhof „Chamartin“ und von dort aus einen Zug (23-39€) zum Bahnhof in Valladolid buchen. Je nach Ankunftszeit ist meist eine der Optionen günstiger. Valladolid hat auch einen eigenen Flughafen, der allerdings nur Inlandsflüge anbietet.

Das Wintersemester meines Auslandsaufenthalts begann am 12. September 2016 und endete zum 27. Januar 2017. Zwischen den Fakultäten gibt es jedoch Unterschiede. So beginnen fast alle anderen Fakultäten das Semester eine Woche früher, in diesem Fall zum 05. September 2016.

Ich kam am Mittwoch, den 7. September, also fünf Tage vor Semesterbeginn in Valladolid an. Ich fuhr mit meiner besten Freundin mit dem Auto von meiner Heimatstadt aus nach Valladolid, wobei wir Halt in mehreren Städten Frankreichs und Spanien machten. Direkt nach meiner Ankunft traf ich mich zuerst mit meinem Vermieter, der mir die Wohnung zeigte und den Mietvertrag aushändigte.

In der Woche meiner Ankunft waren gerade die Fiestas de Valladolid, ein Straßenfest mit Konzerten, Theateraufführungen und zahlreichen Essensständen. Meine ersten Eindrücke der Stadt waren durchaus positiv. Gewöhnungsbedürftig war von Beginn bis zum Ende meines Aufenthaltes die Siesta, bei der sämtliche Läden bis auf die Supermärkte von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr oder sogar 17:00 Uhr geschlossen hatten und bei der nahezu alle Bewohner der Stadt in ihre Wohnung verschwanden.

Am Montag nach meiner Ankunft ging meiner erster Weg zum International Office im Casa del Estudiante. Bereits morgens musste ich in einer Schlange anstehen. In der Schlange sprach ich bereits mit einigen anderen Studierenden aus dem Ausland. Im International Office angekommen, nannte ich meine Adresse, gab meine letzten Unterlagen ab und ließ meinen Letter of Confirmation abstempeln. Dieser bestätigte meine Ankunft an der Universität, was ich benötigte, um die ersten 80% meiner Förderung zu erhalten. Ich bekam von einer der freundlichen Mitarbeiterinnen noch einen Stadtplan, Informationen zum öffentlichen Nahverkehr in der Stadt und Informationen zur Ausgabe des Studentenausweises. Wer seinen Stempel für den Letter of Confirmation nicht direkt am ersten Tag des Semesters holen muss, kann auch im Laufe der Woche oder sogar in der nächsten Woche noch ins International Office. Ich würde jedoch jedem raten, so früh wie möglich dorthin zu gehen, um alle Unterlagen und den Studierendenausweis schnellstmöglich zu bekommen.

Direkt nachdem ich den Stempel bekommen hatte, ging ich zum Orientation Day, dessen Veranstaltungsort gut beschildert schnell aufzufinden war. Die Veranstaltung war für mich sehr aufschlussreich, da viele Formalitäten erklärt wurden sowie Sprach- und Sportkurse vorgestellt wurden.

Die Größte Herausforderung bei meiner Ankunft war jedoch erneut das Learning Agreement. Die Kurse hatten bereits am 12.09.2017 begonnen, zeitgleich mit dem Orientation Day. Das erfuhr ich allerdings erst am besagten Tag von anderen Architekturstudenten. Nun musste ich zuerst die Stundenpläne auf der Homepage finden und letztendlich feststellen, dass sich viele meiner gewählten Kurse zeitlich überschneiden. Es dauerte über zwei Wochen, bis ich meine neue Kurswahl festlegte, mein LA erneuerte und von beiden Seiten unterschreiben ließ. Dies hing einerseits damit zusammen, dass ich mich zunächst in die Stundenpläne einarbeiten musste, andererseits viel mehr damit, dass ich meinen verantwortlichen Professor der UVA nicht erreichen konnte. Somit konnte ich den meisten meiner Kurse erst verspätet antreten, wodurch ich viele wichtige Informationen verpasste.

Notwendigkeiten

Unterbringung

Wie schon erwähnt konnte ich bei der Registrierung an der UVA im Portal angeben, ob man Unterstützung bei der Wohnungssuche erhalten möchte und welche Präferenzen man bezüglich seiner Unterkunft hat (Wohngemeinschaft, Studentenwohnheim oder Gastfamilie). Ich habe mich für eine Empfehlung der Universität entschieden und eine WG als Präferenz angegeben. Die UVA sendete mir daraufhin eine E-mail mit einem Vorschlag zu einer Wohnung. Über Facebook erhielt ich beinahe zeitgleich ein ansprechenderes Angebot zu einer geräumigeren Wohnung.

Die Wohnung besichtigte ich zunächst über ein Skype-Telefonat mit der damaligen Bewohnerin. Die Wohnung war sehr geräumig, für 3 Studentinnen vorhergesehen, hatte ein großes Wohnzimmer, eine voll ausgestatte Küche mit einem kleineren Raum dahinter. Direkt bei meiner Ankunft unterschrieb ich den Vertrag und zahlte eine Kaution von eineinhalb Monatsmieten, die ich am Ende meiner Mietzeit zuverlässig (ohne Kontrolle der Wohnung) zurück erhielt. Zu Beginn meines Aufenthaltes war ich alleine in der Wohnung, jedoch zog nach einer Woche eine Medizinstudentin ein, die seit 6 Jahren in Valladolid wohnte. Ca. Zwei Wochen später war unsere Wohngemeinschaft mit einer weiteren Erasmus-Studentin aus Italien komplett. Meine Mitbewohnerinnen lernte ich also erst bei ihrem Einzug kennen, verstand mich aber relativ gut mit ihnen. Die meisten WGs anderer Erasmus-Studierender waren fast ausschließlich von Erasmus-Studierenden belegt.

Mein Vermieter war sehr unkompliziert und flexibel. Sobald ein Problem in der Wohnung auftrat, von einer herausgefallenen Schublade bis zu einer kaputten Klospülung, kam er persönlich vorbei, um es zu beheben. Die Miete von 240€ plus Heiz- und Stromkosten mussten wir ihm monatlich in Bar vorbei bringen. Meine Miete konnte ich exakt mit meinem Erasmus-Stipendium decken. Alle Fakultäten waren von der Wohnung aus fußläufig zu erreichen (je nach Fakultät zwischen 10 und 30 Minuten Fußweg), zum Plaza Mayor, dem Stadtkern, waren es ca. 15 Min.

Transport

In Valladolid ist beinahe jede Wohnung zentral gelegen, da die Stadt so klein ist, dass man von fast überall alles fußläufig erreichen kann. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Wohnung östlich des Flusses liegt, der durch die Stadt läuft. Ich würde eine Wohnung auf der Ost-Seite auch präferieren, wenn man ausschließlich Kurse an der Architekturfakultät belegt, die westlich des Flusses in Valladolid liegt. Belegt man viele Fächer an der Facultad de Filosofía y Letras, empfiehlt sich eine Wohnung in der Nähe der San Pablo Kathedrale. Von dort ist die Fakultät in 10-15min zu erreichen und das Centro de Idiomas in circa 20min. Studiert man überwiegend an der Escuela de Arquitectura bietet sich eine Wohnung rund um den Plaza Mayor oder den Plaza Circular an.

Alternativ zum Laufen haben sich viele Studenten in Valladolid Stadträder geliehen oder kostengünstig ein Fahrrad erworben. Dazu hingen viele Angebote und Flyer zum Mitnehmen im Casa de Estudiante. Überall in der Stadt waren Fahrradverleihe verteilt, die Straßen selbst sind allerdings nur um die Universitäten herum fahrradfreundlich angelegt. In den meisten Teilen der Stadt gibt es noch keine Fahrradwege, von Fußgängern und Autos wird man nicht immer willkommen geheißen. Jedoch konnten wir feststellen, dass der Transport mit dem Fahrrad in Valladolid eindeutig der effektivste und schnellste ist. Der ÖPNV ist günstig (mit einer mit Guthaben zu beladenden Karte 70cent pro Fahrt, ohne 1,40€), jedoch nicht immer die schnellste Verbindung. Die Busse kamen oft unregelmäßig und fuhren große Umwege.

Ich selbst bevorzugte es, zu Fuß zu gehen, da eigentlich fast jedes Ziel innerhalb von 15 Minuten zu erreichen war. Mein Fußweg zur Architekturfakultät allerdings betrug 30 Minuten, was aber vor allem am Morgen ideal zum Wachwerden war.

Verpflegung

Erstaunt war ich vor allem über das nicht vorhandene Angebot von veganen Produkten. Als Veganer nach Spanien zu kommen, kann in Valladolid im Gegensatz zu Berlin und Potsdam zu Schwierigkeiten führen. Wer sich unterwegs einen veganen oder vegetarischen Snack kaufen will, wird ein nur sehr einseitiges Angebot auffinden. Nahezu immer sind Tortillas oder Schinken auf den Speisekarten, da das eben die traditionelle Küche ist. Am besten bieten sich für Vegetarier Ketten mit einer größeren Auswahl an, zum Beispiel 100 Montaditos oder Lizarran. Für Veganer habe ich keine passende Speisekarte finden können. Das einzige vegane Gericht to-go fand ich in der Calle Ruiz Hernández in einem kleinen Bocadillo-Imbiss gegenüber einem (übrigens sehr zu empfehlenden) Bio-laden. Auch internationale Küche wird mit Ausnahme von vereinzelten Pizza- und Dönerbuden kaum angeboten. Diese sind aber, wie ich finde, nicht sehr schmackhaft.

Im nahen Madrid ist das Angebot an internationaler, vegetarischer und veganer Küche deutlich größer.

An Supermärkten mangelt es in Valladolid jedoch keinesfalls. Meine Wohnung zum Beispiel befand sich genau über einem günstigen Supermarkt, in dem ich alles Nötigste besorgen konnte. Etwa nach fünf Minuten Fußweg konnte ich zwei weitere Supermärkte mit mehr Auswahl erreichen. Wer kostengünstig Lebensmittel einkaufen will, sollte zu einem Lupa oder Gadis gehen. Wer größere Auswahl möchte sollte den Weg zu einem Dia, Mercadona oder Carrefour einschlagen. In den Supermärkten fiel mir sofort die Anordnung der Lebensmittel auf, die komplett anders als in Deutschland verläuft. So wird in Spanien mehr Wert auf Brötchen, Nudeln und Fleisch gelegt, anstatt auf Obst und Gemüse. Was mir in den Supermärkten fehlte, war das Schwarzbrot, wozu ich extra 30 Minuten zum Lidl hätte fahren müssen. Obst und Gemüse sind in Valladolid deutlich günstiger als in Deutschland. Sehr zu empfehlen sind die sogenannten Fruterias, die auch exotische Früchte für wenig Geld anbieten. Auch lokale Produkte wie spanischer Schinken und Wein sind besonders günstig. Importierte Lebensmittel, wie zum Beispiel Haferflocken sind allerdings teurer. Auf dem Plaza España ist zudem jeden Tag unter der Woche ein Markt, auf dem einzelne Stände preiswertes Obst und Gemüse verkaufen. Für besondere Sparfüchse und Öko-Freaks bietet sich dieser Markt ideal zum Containern. Nachdem die Händler ihren Stand um 14 Uhr abgebaut haben, stehen die Obstkisten mit den „Resten“ noch bis 16 Uhr auf dem Platz, an denen sich abhängig des Wochentags mehrere Bewohner bedienen.

Konto und Handyvertrag

Ich persönlich habe während meines Auslandssemesters mein Sparkassen-Bankkonto genutzt. Hierbei wurde mir zwar gesagt, dass ich in ganz Europa kostenlos Geld abheben kann, musste aber feststellen, dass ich dazu bei jedem Vorgang 5€ zahlen musste. Deshalb bevorzugte ich es, zu Beginn einen hohen Betrag abzubuchen. Es gibt zudem aber eine Kooperation zwischen der Universität und der SantanderBank. Mit dem Studentenausweis, der ebenfalls von der Santander gestellt wird, kann man sich direkt auch ein Konto anlegen. Auch die ca. 70€ Verwaltungsgebühr, die für das Semester an der UVA zu zahlen sind zahlt man bei Santander ein.

Meinen Handyvertrag von Vodafone konnte ich, wie ab 2017 die Handyverträge der meisten Anbieter, mit einem Aufpreis von monatlichen 5€ im europäischen Ausland genauso weiternutzen wie in Deutschland. In Spanien kann man sich aber, laut Aussage anderer Erasmus-Studierender, schnell auch eine Prepaid-Karte zulegen.

Geld verdienen

Ich selber habe während meines Auslandssemesters nicht gejobbt. Allerdings wurde ich von einem Architekturbüro als Übersetzerin angefragt. Nach einem Vorstellungsgespräch entschied ich mich jedoch gegen dieses Angebot, da dies nicht meinem Aufgabenbereich als Architekturstudentin entsprach und mich zudem in der spanischen Sprache noch nicht in diesem Maße sicher fühlte. Eine Bekannte aber arbeitete beispielsweise an einer Sprachschule, an der sie Englisch unterrichtete und gab später privat Kindern Französisch Unterricht. Auch viele andere Sprachkursler gaben privaten Nachhilfeunterricht in Deutsch oder Englisch. Online werden auch zahlreiche Anzeigen veröffentlicht, in denen Sprachlehrer_innen, insbesondere für Englisch und Französisch, gesucht werden. Gefragt sind dabei allerdings meistens Muttersprachler_innen. Viele Erasmus-Studierende arbeiteten außerdem in den Bars. Hauptsächlich in denen, die ihr Programm auf die Erasmus-Studierenden ausrichten. Außerdem werden auch oft an der UVA direkt, zum Beispiel im International Office, nach studentischen Hilfskräften gesucht.

Studium

In den ersten zwei Wochen nach Ankunft gab mir die UVA die Möglichkeit, frei Kurse zu besuchen, um dann das LA ggf. noch zu überarbeiten. Denn wie schon erwähnt, gab es in meinem Stundenplan einige Überschneidungen, sodass ich mein LA noch einmal abändern musste. Zudem wurden einige dieser Fächer nur im Sommersemester angeboten. Darum besuchte ich zunächst einige Fächer, die ich mir für mein erstes LA herausgeschrieben hatte. Viele dieser Fächer gefielen mir beim Ausprobieren nicht, da sie zum Beispiel speziell auf spanische Kultur zugeschnitten waren, ich das Thema schon in der FH Potsdam behandelt hatte oder die Professoren so schnell oder undeutlich sprachen, dass ich mit meinem Spanisch nicht hinterherkam. Deshalb schrieb ich mein komplettes LA um, was jedoch zur Folge hatte, dass ich wichtige organisatorische Aspekte der einzelnen Fächer verpasste, wie zum Beispiel die Einteilung in Gruppen oder die Wahl eines Partners.

1) Proyectos V

Wie an der FH Potsdam muss auch an der UVA jedes Semester ein Entwurfskurs absolviert werden. In Valladolid beinhaltet ein Semester allerdings aus mehreren Entwürfen. Wichtig war zuerst die Einführung in das Thema, bei dem die Studenten ein Referenzprojekt analysieren müssen. Danach musste jeder Student jeweils innerhalb eines Monats zwei komplette Entwurfsprojekte erarbeiten. Meiner Meinung nach fehlte dabei die Kommunikation zu dem Professor. Oft ist er nicht erschienen oder war in einem anderen Raum, was ich persönlich nur durch Kommilitonen erfuhr. Zudem hatte der Professor zahlreiche Assistenten und ich musste meinen Entwurf jede Woche einem neuen Assistenten erklären. Dadurch hatte ich nicht wirklich das Gefühl, ein ernsthaftes Feedback bekommen zu haben und war bei meinen Abgaben ziemlich verunsichert. Bei den Entwürfen der anderen Studenten fiel mir gegen meine Erwartungen auf, dass die Ideen alle sehr ähnlich waren. Viele Absolventen des Kurses – darunter auch ich – sind durchgefallen und mussten bei einer 12-Stündigen Prüfung teilnehmen, bei der wir erneut einen kleinen Entwurf abgeben mussten. In der kurzen Zeit schien es mir unmöglich, ein vernünftiges Konzept mit schönen Plänen zu entwickeln, wodurch ich auch bei dieser Prüfung durchfiel. Das Niveau ist vielleicht nicht unbedingt höher als an der FH Potsdam, allerdings muss man sehr viel in kürzester Zeit schaffen und die Bewertung fällt eindeutig strenger aus.

2) Composición IV

Dieses Fach des 7. Semesters behandelte die Geschichte der Gartenkunst von den chinesischen Gärten über italienische und französische Landschaftsgestaltung bis zu neuzeitlichen Gärten. Zu jedem Thema fand eine Vorlesung statt, in der man fleißig mitschreiben muss, denn ein Skript oder die jeweiligen Folien zu dem Thema wurden meines Wissens nicht ausgehändigt. Zu Beginn des Kurses wurden die Studenten in Dreier-, oder Vierer-Teams unterteilt, welche während des Semesters insgesamt vier praktische Aufgaben abgeben mussten. Diese Aufgaben beinhalteten lediglich die Analyse eines bestimmten Gartens zu einem vorher besprochenen Thema. Im Januar folgte im Anschluss eine theoretische Prüfung. Die Professoren des Kurses waren sehr zuvorkommend und rücksichtsvoll gegenüber Erasmusstudenten. Für Studenten, die sich für das Thema der Gartenkunst oder auch der Architekturgeschichte interessieren, ist der Kurs in jedem Fall lohnenswert.

3) Planeamiento de Nuevas Áreas (5 ECTS)

Ein städtebauliches Entwurfsprojekt des 9. Semesters, bestehend aus einem Theorie-Teil zu den grundlegenden und rechtlichen Vorgaben und einem Praxisteil. Dieses Fach war das einzige, bei dem ich von Anfang bis Ende teilnahm. Neben dem Entwurf für die Planung eines unbebauten Gebiets in der Nähe von Valladolid sollte die Abgabe eine Analyse des Gebiets (Geschichte, Bodenbeschaffenheit, Altersstruktur, etc.), die Ziele des Entwurfes und die rechtlichen Grundlagen enthalten. Dabei sind ArchiCad- oder AutoCad- Kenntnisse von Vorteil. Ich machte das Projekt zusammen mit einer anderen Erasmus-Studentin aus Argentinien, die den Großteil der Gesetze und der Ziele übernahm. Ich kümmerte mich größtenteils um die Analyse und die Entwurfspläne. Ca. alle zwei Wochen sollte ein Teil der Gesamtabgabe abgegeben werden, am Ende der Vorlesungszeit, im Dezember, eine vorläufige Abgabe und eine Abgabe des gesamten und endgültigen Projekts im Januar. Der Theorieteil wurde durch Fragen benotet, die wir während des Unterrichts ausfüllen mussten. Zudem schrieben wir diesbezüglich eine Klausur im Januar. Für die Klausur bekamen wir einen Fragenkatalog von ca. 35 Fragen mit Antworten. Die Antworten waren allerdings relativ lang und fachspezifisch und für mich nicht unbedingt einfach auswendig zu lernen. Alles in allem war das Fach sehr arbeitsintensiv und dennoch interessant, der Professor war sehr kulant mit den Abgaben und den Entwürfen der Studierenden sowie sehr hilfsbereit gegenüber den Erasmus- Studenten. Die Benotung fiel meines Erachtens sehr streng aus, trotzdem bin ich aufgrund meines fachlich erweiterten Wissens zufrieden mit der Wahl dieses Kurses.

4) Teoría de la Ciudad y Debates Urbanos (5 ECTS)

Dieses Fach besteht ebenfalls aus einer Vorlesung und einem Seminar. Diese unterscheiden sich jedoch nicht großartig. Hauptsächlich werden in der Vorlesung geschichtliche Ausschnitte der Stadtplanung vorgestellt. Für das Seminar lasen wir Cities of Tomorrow von Peter Hall (auf Spanisch) und besprachen die Kapitel im Anschluss. Um die ECTS zu erhalten mussten wir eine Hausarbeit schreiben (20-30 Seiten) und am Unterricht teilnehmen. Anstelle von aktiver Teilnahme füllten wir während der Vorlesung in Zweier- und Dreiergruppen kurze Fragebögen zum Inhalt der Vorlesung aus. Diesen Kurs fand ich besonders spannend und kann es an Stadtplaner sowie Architekturstudenten empfehlen.

Generell konnte ich feststellen, dass in Valladolid fast alle Kurse aus einer Vorlesung und einem Seminar bestehen und in fast allen Fächern mehr als nur eine Prüfungsleistung zum Erhalt der ECTS abgelegt werden müssen. Die Kurse sind im Gegensatz zu den Kursen der FH Potsdam sehr viel Zeitaufwendiger, sodass ich selbst oft mit meinem Entwurf, auf dem eigentlich der Schwerpunkt des Semesters liegt, nicht hinterherkam. Neben der Bewertung von im Unterricht gestellten Fragen wird des Weiteren oft eine Klausur mit zusätzlicher Abgabe (Pläne, Zeichnungen oder Hausarbeit) verlangt. Generell besteht keine Anwesenheitspflicht, in den meisten Fächern geht die Anwesenheit jedoch in die Note ein, da die Kurse recht überschaubar an Studenten (ca. 10-20 Studenten) sind. Gearbeitet und gelernt habe ich fast ausschließlich zu Hause. An den verschiedenen Fakultäten gibt es aber unterschiedliche Bibliotheken, in denen in Ruhe gearbeitet und gelernt werden kann. Über Eduroam hatte ich an der Universität immer Internet, zusätzlich bekam ich von der UVA einen Benutzernamen und ein Passwort für das uniinterne Web. Eine Mensa gab es in der Architekturfakultät nicht, dafür gab es mehrere Automaten mit Snacks wie belegte Aufback-Brötchen, für die daneben eine Mikrowelle stand. Auch Süßigkeiten wurden in einem Automaten angeboten. Wirklich sättigend war das Angebot also nicht und ohne eine Mensa bekam ich nie wirklich ein Gefühl einer Mittagspause. Auch von dem Kaffee-Automaten würde ich eher abraten. Zwischen 14 und 16 Uhr findet, auch im Wintersemester, kein Unterricht statt. In dieser Zeit ist die voher erwähnte spanische Siesta, in der auch die meisten Geschäfte geschlossen haben. In dieser Pause hat man aber die Möglichkeit, einen Spanischkurs zu belegen. (Vgl. Die Sprache)

Sprache

Für das Studium an der UVA wird ein B1-Niveau in der spanischen Sprache vorausgesetzt, welches man sich ggf. auch während des ersten Monats des Semesters aneignen kann. Dafür kann man sich online am Centro de Idiomas für den Kurs „Curso de Español para estudiantes Erasmus“ anmelden (auch zu Semesterbeginn nach Anreise noch möglich). Der Kurs kostet 195€, wer sich die ESN-Karte (Vgl. Freizeit, ESN) zulegt spart 20%. Er findet einen Monat lang (Mitte September bis Mitte Oktober), fünf Mal die Woche in der Zeit der Siesta statt. Am Ende des Kurses gibt es eine abschließende Klausur sowie ein kurzes, ca. 3-5minütiges mündliches Gespräch mit dem/der Lehrenden. Mit etwas Glück kann eine Förderung für die Sprachkurse über Erasmus beantragt werden, die, soweit ich weiß, ca. die Hälfte des Betrags decken soll. Ich selbst habe die Spanischkurse aus finanziellen Gründen nicht wahrgenommen. Zum Sprache lernen bietete die OLS-Website, bei der ich vor und nach meinem Spanienaufenthalt einen Test absolvieren musste, ein umfangreiches Online-Lern-Programm an. Grammatikalisch war dieses sehr hilfreich, für das Vokabular sah ich mich jedoch gezwungen, den kostenlosen Vokabeltrainer von dict.cc in Anspruch zu nehmen. Zwar war dafür sehr viel Eigendisziplin notwendig, allerdings war es sehr viel kostengünstiger und flexibler als die angebotenen Spanischkurse.

Im Alltag, wie zum Beispiel an den Kassen der Geschäfte, Cafés und Restaurants wird in Valladolid eigentlich nur Spanisch gesprochen. Die Aussprache ist sehr klar, obgleich teilweise sehr schnell gesprochen wird. Das Spanisch für den Alltagsgebrauch verbessert sich darum schnell. Auch mit anderen Erasmus-Studierenden, sofern es keine Deutschen sind, wird viel Spanisch gesprochen. Die meisten Erasmus-Studierenden kommen aus Italien und sprechen Spanisch deutlich besser als Englisch. Auch die internationalen Studierenden, davon viele aus China, Kolumbien, Brasilien und Mexiko, fühlen sich im Spanischen meist sicherer als im Englischen. Wenn man sich also ein bisschen Mühe gibt, macht man in Valladolid schnell sprachliche Fortschritte.

Mein Spanisch hat sich deutlich verbessert, ich kann viel mehr verstehen, was gesprochen und geschrieben wird, als zu Beginn meines Aufenthalts. Auch sprechen fällt mir immer leichter, für richtig tiefgehende Gespräche reicht es allerdings noch nicht.

Freizeit

ESN

Das Besondere am Erasmus-Programm ist neben der finanziellen Unterstützung das große Netz an Kontakten, das man in kürzester Zeit herstellen kann. ESN (Erasmus Student Network) ist eine Organisation von Studierenden der UVA (in Spanien auch an Universitäten aus anderen Städten verbreitet), die sich freiwillig um Events, Reisen und die Integration von Erasmus-Studierenden kümmern. So veranstaltet der ESN regelmäßig Veranstaltungen, wie einen Pub-Crawl, einen Tapas-Crawl, Parties und Stadttoure. An warmen Tagen hatten wir zudem die Möglichkeit, mit ihnen Volley- und Fußball am „Strand“ von Valladolid zu spielen oder bei einem Paintball-Tournier teilzunehmen. Somit wurde die Chance geboten, neben dem Studium auch die anderen Erasmus-Teilnehmer_innen kennenzulernen. Außerdem wurden nahezu wöchentlich günstige Ausflüge in umliegende Städte (Vgl. Reisen) angeboten. Um an diesen Fahrten teilnehmen zu können, muss man eine ESN-Card erwerben (10€), die einem aber auch einige Ermäßigungen verspricht. Durch die ESN habe ich mich seit der ersten Semesterwoche willkommen gefühlt. Schon bei dem Orientation Day standen einige Mitglieder bereit, um ihre Infozettel zu verteilen. In der von ihnen organisierten Welcome-Week wurden wir in das Tag- und Nachtleben der Erasmus-Studenten, aber auch der einheimischen eingeführt. Durch das Programm der ESN lernte ich persönlich die meisten meiner Freunde in Valladolid kennen, darunter die Erasmus-Studenten und auch die Veranstalter.

Mentoren-Programm

Wer möchte, kann bei der Registrierung angeben, ein_e Mentor_in zugeteilt zu bekommen. Ich kann das nur wärmstens empfehlen. Mein Buddy, eine Studentin, die im Semester zuvor ein Erasmus Semester in Berlin gemacht hat, hat mich ihren Freund_innen und anderen Buddies vorgestellt, mich über Veranstaltungen informiert oder mich dorthin mitgenommen, mir angeboten mich bei meiner Ankunft abzuholen und mich bei einer Erstellung des Kontos oder einem Handyvertrag zu begleiten. Außerdem hat sie mir bei Organisations- und Verständnisfragen geholfen. Worüber ich am dankbarsten war, war ihre Hilfe, meinen in der ersten Woche verlorenen Geldbeutel wieder zu finden. Meiner Ansicht nach lag das außerhalb ihres Aufgabenbereichs, mit mir zur Polizei zu gehen um meinen Geldbeutel als verloren anzugeben. Die Mentoren kümmern sich also nicht nur um das Studium, sondern auch um private Angelegenheiten. Ich kann das Angebot darum nur weiterempfehlen. Wer so viel Glück hat wie ich, kann dabei neben viel Hilfe auch ein_e gut_e Freund_in finden.

Reisen

Von Valladolid lassen sich mit dem Bus und mit der Bahn in kurzer Zeit viele Städte im spanischen Norden erreichen. Neben sehr günstigen Angeboten der ESN kann man auch eigenständig kurze Reisen organisieren. Da ich ein eigenes Auto in Spanien hatte, konnten wir unkompliziert und kurzfristig Ausflüge mit Freunden planen. Neben zahlreichen Kurztrips nach Madrid, war ich einige Male in Bilbao. Dort gab es unter Anderem das BIME!-Festival, das ich besuchte und das Guggenheim Museum. Andere Reisen führten mich nach Leon, Salamanca, Porto (Portugal) oder San Sebastian. Andere Studierende haben stattdessen Busse gebucht, sich Autos geliehen oder konnten mit Usern der Community BlaBlaCar reisen.

Shopping

In Valladolid gibt es rund um den Plaza Mayor zahlreiche Shopping-Möglichkeiten. Neben einer Auswahl an Schuhläden, sind fast alle (spanischen) Marken vertreten. Von Zara über Mango bis Stradivarius und Bershka findet man hier alles. Mein Geheimtipp: Natura. Eine Kette, die relativ günstig qualitätsvolle Klamotten anbietet und bei der man auch nette Geschenke finden kann.

Ausgehen

In Valladolid gibt es eine riesige Auswahl an Tapas-Bars. Es gibt den besagten traditionellen Schinken, guten Käse und typische Kroketten. Auch Tortilla, Paella und Milchlamm werden dort häufig angeboten.

Die meisten Bars Valladolids befinden sich in der Nähe des Teatro Calderon sowie in der Nähe des Plaza Mayors. Die Erasmus-Parties finden auch überwiegend dort statt. Die Clubs sind meistens überfüllt, viel zu warm und nur mit viel Sangria zu ertragen. Gespielt werden hauptsächlich lateinamerikanischer Raggaeton und Charts. In Valladolid habe ich neben zahlreichen Clubs mit ähnlicher Musik nur drei Bars gefunden, die Rock- und alternative Musik spielt. Auch für das Ausgehen kann ich darum empfehlen, mal einen Ausflug nach Madrid zu machen. Als Techno-Fan bin ich zum Beispiel im Stardust (Sala Cool) sehr glücklich geworden.

Trinken auf der Straße ist in Spanien übrigens verboten. Eine Ausnahme sind die Fiestas in Valladolid. Für die lohnt es sich zu Semesterbeginn, also Anfang September zu kommen. Dort werden wie schon beschrieben zahlreiche Essensstände aufgebaut, auf den Plätzen wird Musik gespielt und die Stadt ist voll, da viele aus umliegenden Städten anreisen, um die Feiertage in Valladolid zu verbringen.

Kultur

In Valladolid kann man einige Kathedralen besichtigen. Außerdem gibt es einige Museen, wie das Casa de Cervantes oder ein Museum über die Masken eines afrikanischen Stammes. Die Museen sind teilweise umsonst oder sehr günstig. Außerdem gibt es einige Kinos und Theater, die man in Valladolid besuchen kann.

Sport

An der UVA werden verschiedene Sportkurse wie Pilates, Flamenco, Fußball, Zumba etc. angeboten. Dazu muss zuerst die Sportkarte beantragt werden, zum Einschreiben in die Kurse braucht man zudem die Studentenkarte. Ich nahm zum Beispiel das Angebot der Mountain-Group wahr, mit der wir ca. jeden zweiten/ jeden dritten Sonntag früh morgens mit dem Bus in die Berge fuhren und bis abends wandern gingen. Dabei waren die Routen in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt und man musste sich immer eine Woche vorher für die nächste Route anmelden. Teilweise hatten die Mitglieder dann auch noch mehrere Möglichkeiten, um das Ziel zu erreichen. Die schweren Strecken, bei denen mit den richtigen Werkzeugen an hohen Felsen geklettert werden musste, waren eindeutig für Profis. Ich selbst fand schon das Trekking sehr anstrengend, da die Guides ein sehr schnelles Tempo vorlegen. Ich empfehle daher, samstagabends früh schlafen zu gehen, sonntagmorgens üppig zu frühstücken und genügend Traubenzucker oder Müsliriegel auf die Tour mitzunehmen. Pro Ausflug musste ich eine Gebühr von 12€ zahlen, was sich aber wegen der schönen Aussichten und dem Glücksgefühl bei einem erreichten Ziel auf jeden Fall gelohnt hat.

Wetter

Valladolid ist umgeben von Bergen. In der im Tal liegenden Stadt gibt es selten Regen, geschneit hat es während meines Wintersemesters nicht. Die Temperaturen sind im Winter nur um die 2°C höher als in Deutschland, allerdings ist es länger hell. Im Sommer war es deutlich wärmer. Bis zu 35 °C war es während meiner ersten Tage in Valladolid warm. Bei diesen Temperaturen verstehe ich, wieso die Spanier mittags eine Siesta einlegen.

Zusammenfassung

In meiner Zeit in Valladolid habe ich viele Eindrücke über die spanische Kultur gewinnen und meine sprachlichen Fähigkeiten verbessern können. Da viele Einheimische hier nur Spanisch sprechen ist ein Fortschritt der Spanischkenntnisse vorprogrammiert. Ich habe zahlreiche Bekanntschaften aus den verschiedensten Ländern und viele gute Freundschaften geschlossen. Die Menschen in Valladolid sind mir fast immer hilfsbereit und freundlich begegnet. Der Einstieg an der UVA wurde mir durch meine Mentorin und die Mitarbeiterinnen im International Office sehr leicht gemacht. Durch Organisationen wie den ESN lernt ist es nicht schwer, andere Erasmus-Studierende kennen zu lernen und bereits in den ersten Wochen Anschluss zu finden. Auch fachlich konnte ich meinen Horizont durch zwei planerische Kurse erweitern. Nach den ersten zwei Monaten wurde mir Valladolid als echtes Großstadtkind jedoch zu klein. Nach einiger Zeit trifft man sich mit denselben Leuten immer wieder an denselben Orten. Zum Glück schufen kurze Reisen in umliegende Städte, wie Madrid und Bilbao, Abwechslung. Für Studierende, die sich in einer kleinen Stadt wohlfühlen, kann ich Valladolid nur empfehlen. Ich habe mich schnell zurechtgefunden und mich integriert gefühlt. Das Semester ist sehr schnell vergangen und ich habe viele Erfahrungen sammeln können. Wem aber schnell langweilig wird, dem würde ich empfehlen, sich doch für eine größere oder vielseitigere Stadt zu entscheiden.

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